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Ankündigung Bericht

Unser Reisetipp für die anstehenden Sommerferien

Verbringen Sie ein ganzes Wochenende in Sainte-Marie-aux-Mines! Wir haben es vorab für Sie getestet.

Blick vom „Grand Brezouard“ in Richtung Schwarzwald (© K. Merten)

Wenn man rechtzeitig anreist, hat man nachmittags genügend Zeit, die Silbermine „Tellure“ mit Stollen aus dem 16. und 18. Jahrhundert zu besichtigen. Man steigt, wie die Bergleute damals, hinab in die kalte Dunkelheit. Die Führung im Bauch des Berges ist einmalig (und selbstverständlich auch auf Deutsch). Anschließend vertieft eine interaktive Ausstellung das erlangte Wissen und mit einem kurzen „Cinema“ Kino rundet sich das Programm ab, bevor man im Andenkenladen noch einen schönen Stein mit nach Hause nehmen oder den Daheimgebliebenen als Mitbringsel einkaufen kann.

Abends stärkt man sich mit einem typisch französischen Menü und am nächsten Morgen geht es ausgeruht und voller Motivation los, zunächst mit dem Fahrzeug hoch auf den Col de Bagenelles, Höhe 904 Meter.

Hier oben, direkt am nördlichen Abschnitt der „Route des Crêtes“ erhebt sich der bewaldete „Grand Brezouard“ mit einer Gipfelhöhe von 1229 Meter. Vier hochmotivierte Paar Wanderschuhe machten sich auf den anspruchsvollen Weg von knapp 13 km und etwa 550 Höhenmetern. Im Gepäck vor allem genügend zu Trinken, unbedingt Sonnencreme (die UV-Strahlung in dieser Höhe ist enorm) und ein kleiner Snack zur Stärkung. In unserem Fall ein ganzer (!) Apfelkuchen und weitere schmackhafte Leckereien.

Gefühlt ging es die ersten 2 Stunden stetig bergauf, manchmal waren die Wege nur Trampelpfade, links schmiegten wir uns an den Berg denn rechts ging es steil bergab! Zwischendurch erhaschten wir einen Blick auf unsere Partnerstadt Ste. Marie-aux-Mines. Immerhin liefen wir auf der Scheitelhöhe des bewaldeten Bergrückens auf dem „Chemin du Haycot“.

Blick auf Ste. Marie-aux-Mines

Oben angekommen war die Aussicht phänomenal: Im Westen konnten wir (gefühlt) die Spitze des Eiffelturmes erkennen also fast bis Paris sehen und im Osten lag der Kaiserstuhl vor uns und der Feldberg winkte freundlich herüber. Die Aussicht war atemberaubend.

Auch kulinarisch wollten wir nicht sparen. So diente uns ein großer Stein als Tisch und wir plünderten hungrig die Rucksäcke. Was man hoch läuft, muss man auch wieder runter, also machten wir uns bald auf, den 13 km langen Rundweg zu vollenden. Es zog sich, und die angegebene Gehzeit hatten wir längst überschritten. Wir blickten über Viehweiden und Felder in der Nähe der „Auberge du Haycot“. Unsere Augen „verspeisten“ die Landschaften voller Genuss. So erwanderten wir uns das wohlverdiente Abendessen.

Am Sonntag nach dem Frühstück ging es dann auf die Hochkönigsburg (Eintrittskarten unbedingt vorab online buchen!). Ein Erlebniswochenende ganz in der Nähe . . . !