Chronologie unserer Städtepartnerschaft

Diese Chronologie wurde erstellt nach Notizen und Unterlagen von Herrn Heinz Link (ehemaliger Ortsvorsteher von Untergrombach, und 1. Vorsitzender des Freundeskreises Untergrombach – Ste. Marie-aux-Mines), Herrn Karl-Heinz Dubronner, vom Heimatverein Untergombach, aus Sitzungsprotokollen des Freundeskreises, aus Zeitungsberichten, . . .

Die Anfänge unserer Partnerschaft

1979 – 1981:

Soldaten der 1. Luftlandedivision, stationiert auf dem Eichelberg in Bruchsal, legen unter der Leitung von Hauptfeldwebel Karl-Heinz Dubronner in freiwilligen Einsätzen den deutschen Soldatenfriedhof „Mongoutte“ nahe Ste. Marie-aux-Mines neu an. Die Soldaten haben aus einem unwegsamen Gelände, wo etwa 1.300 Gefallene aus dem 1. und 2. Weltkrieg ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, einen gepflegten und würdigen Soldatenfriedhof geschaffen.

Von der einheimischen Bevölkerung wurde die Arbeit zunächst mit Zurückhaltung verfolgt, bald aber finden die Soldaten Anerkennung für die schwere Aufgabe. Es entstehen die ersten freundschaftlichen Beziehungen zur Bevölkerung, aber auch zur Stadtverwaltung.

Als „Väter“ der Städtepartnerschaft sind daher zu nennen: Hauptfeldwebel Karl-Heinz Dubronner, Bürgermeister Jean-Paul Kuhn aus Ste. Marie-aux-Mines, Oberbürgermeister Dr. Bieringer aus Bruchsal, sowie Generalsekretär Ernst Schaer aus Ste. Marie-aux-Mines.

25.10.1981

Bürgermeister Doll weilt mit einer Delegation in Ste. Marie-aux-Mines. Der Gedanke an eine Partnerschaft wird erstmals geäußert. Mit dem damaligen Untergrombacher Ortsvorsteher Heinz Link werden Gespräche geführt, ob der Bruchsaler Ortsteil Untergrombach Träger einer zu vereinbarenden Partnerschaft sein könnte.

1982 -1988

In dieser Zeit erfolgen erste Begegnungen auf Vereinsebene (FC Germania / Jugend, HCU, Chöre, Accordina, Turnvereine), und auch auf Verwaltungsebene (Ortschaftsrat, Bedienstete der Verwaltungsstelle Untergrombach). Am 18.10.1983 kommt Bürgermeister Jean-Paul Kuhn aus Ste. Marie-aux-Mines, ein starker Förderer der Städtepartnerschaft, bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Sein Nachfolger wird Roland Mercier. Sowohl in Ste. Marie-aux-Mines als auch in Untergrombach wird „Spiel ohne Grenzen“ durchgeführt – eine Gelegenheit, sich in spielerischen Wettkämpfen kennenzulernen.

15.06.1988
Es findet ein offizielles Gespräch betreffs Abschluß eines feierlichen Vertrages einer Partnerschaft zwischen Untergrombach und Ste. Marie-aux-Mines statt. Der Beschluß lautet: Beurkundung anläßlich der 1200-Jahr-Feier Grombach am 25.06.1989 sowie Bestätigung in Ste. Marie-aux-Mines am Nationalfeiertag 14.07.1989. Der Gemeinderat der Stadt Bruchsal beschließt einstimmig die offizielle Besiegelung der künftigen Partnerschaft.

1989

25.06.1989:
Die feierliche Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages in Untergrombach wird im Rahmen der Festwoche 1200 Jahre „Grombach im Kraichgau“ durchgeführt. Zuerst findet ein gemeinsamer Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche statt, dann eine Kranzniederlegung am Ehrenmahl der Gefallenen, es erfolgt ein Festzug der Vereine zum Festplatz des „Historischen Dorfes“. Die Verlesung der Partnerschaftsurkunden erfolgt in Deutsch und in Französisch: Bürgermeister Roland Mercier aus Ste. Marie-aux-Mines, Oberbürgermeister Bernd Doll aus Bruchsal und Untergrombachs Ortsvorsteher Heinz Link besiegeln den Freundschaftsvertrag mit ihren Unterschriften.

14.07.1989:
Wiederholung des Festaktes mit Beurkundung in Ste. Marie-aux-Mines am 200. Jahrestag der Französischen Revolution (Heinz Link „Wir sind Freunde geworden, und wir wollen, daß diese Freundschaft niemals enden wird, und daß unsere Kinder und Enkel von dieser Freundschaft Nutzen und Segen haben werden“). Es erfolgt eine feierliche Zeremonie mit Kranzniederlegung auf dem Soldatenfriedhof „Mongoutte“ unter Beteiligung einer Bundeswehreinheit der Eichelbergkaserne Bruchsal. Die slowenische Partnerstadt von Ste. Marie-aux-Mines, Tržič, ist in die Feierlichkeiten eingebunden und tritt als „Patin“ der neuen Partnerschaft auf; seit 1966 existiert die Partnerschaft zwischen Ste. Marie-aux-Mines und Tržič.